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| 75 000 km2 | |
| 500 Kilometer | |
| 250 Kilometer | |
| 185 Meter | |
| Großbritannien, Frankreich | |
| Roscoff, Plymouth, Saint-Malo, Cherbourg, Southampton, Portsmouth, Le Havre, Brighton, Newhaven, Dieppe, Folkestone, Dover, Calais | |
| Kanalinseln, Alderney, Guernsey, Jersey, Sark, Insel Wight, Chausey, Ouessant | |
| Nordsee, Atlantischer Ozean | |
Im Nordosten Europas gelegen, verbindet der Ärmelkanal die Nordsee über die Straße von Dover mit dem Atlantischen Ozean. Er trennt Frankreich im Süden von Großbritannien im Norden.
Während die Öffnung des Ärmelkanals zum Atlantik hin breit ist, besteht die Verbindung zur Nordsee in der mit nur 31 Kilometern äußerst schmalen Straße von Dover nach Calais. Dieser Trichter verengt sich zudem noch in der Mitte durch die Halbinsel Cotentin.

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Der Ärmelkanal weist hauptsächlich sandige Strände auf - etwa im Golf von Saint Malo, der Seine-Bucht und der Straße von Dover. An den Küsten finden sich aber auch kleine Sümpfe und einige atemberaubende Felsen aus Kreide. Die Inseln des Ärmelkanals wie die britischen Kanalinseln und die Insel Wight befinden sich in der Nähe der Küste.
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Der Ärmelkanal ist die wichtigste Seestraße zwischen dem Atlantik und Nordeuropa. 300 000 Schiffe pro Jahr, die durch den Ärmelkanal fahren, machen ein Viertel des weltweiten Schiffsverkehr aus. Große Schiffswerften und Handelshäfen wie Cherbourg, Plymouth oder Le Havre, liegen am Kanal.

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Die Geschichte des Ärmelkanals ist untrennbar mit großen Ereignissen in der Geschichte Europas verbunden. Seit dem 2. Jahrhundert vor Christi bevölkerten die Kelten das Küstengebiet, bis im 1. Jahrhundert die Römer dorthin vordrangen, um Großbritannien zu erobern.
Vom 8. bis zum 11. Jahrhundert stießen die Wikinger in den Ärmelkanal vor. Sie kamen aus Schweden auf der Suche nach neuen Handelswegen und Beute. Im Jahr 857 fuhren sie die Seine aufwärts. 1066 brachen die Normannen unter Führung von Wilhelm der Eroberer auf, um den Ärmelkanal zu überqueren und England zu besetzen.
Auch in den folgenden Jahrhunderten blieb die Meeresstraße Schauplatz von Streitigkeiten zwischen den großen europäischen Königshäusern. 1588 schickte der spanische König Philipp II. seine als unbesiegbar geltenden Schiffe dorthin, um die englische Königin Elisabeth I. zu stürzen. Wegen eines Sturms und der Überlegenheit der Engländer ging die spanische Flotte jedoch unter. Nach der Entdeckung Amerikas 1492 und dem Aufschwung des Seehandels entwickelte sich der Ärmelkanal zu einer wichtigen Seestraße für die Schiffe der Großmächte. Von deren reichen Fracht angezogen, machten lange Zeit Piraten den Kanal unsicher. Im Zweiten Weltkrieg war der Ärmelkanal Schauplatz heftiger Seeschlachten, diesmal zwischen den Engländern und den Amerikanern auf der einen und Deutschen auf der anderen Seite.
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Moint-Sasint-Michel ist eine sagenumwobene Insel vor der Küste der Normandie an der Grenze zur Bretagne, einer Landschaft in Frankreich. Der Legende nach soll der Erzengel Michael im Jahre 708 dem Bischof von Avranches erschienen sein und ihm den Befehl zum Bau einer Wallfahrtskapelle übermittelt haben. Bischof Aubert jedoch, so heißt es, wollte dieser Erscheinung nicht trauen. Daraufhin soll der Erzengel ein weiteres Mal erschienen sein und den Zweifelnden unsanft mit einem Finger berührt haben. Auberts Haupt, heute als Reliquie in der Stadt Avranches verehrt, weist tatsächlich in der Schädeldecke ein Loch auf. Nach diesem göttlichen 'Fingerzeig' begann der Bischof mit der Errichtung einer Basilika zu Ehren des heiligen Michael. Bald schnitt eine Sturmflut den Felsen vom Festland ab. Doch die Bauarbeiten wurden weitergeführt. Die Benediktiner übernahmen im 10. Jahrhundert den Mont Saint-Michel und erweiterten die Anlage. Erst 800 Jahre nach dem Baubeginn wurde das 'Wunder des Abendlandes' vollendet.

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