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| 163 610 km2, damit ist das Land auf Platz 90 von 197 Ländern | ||
| 10,2 Millionen | ||
| Tunis | ||
| Hocharabisch | ||
| Medjera, 450 Kilometer | ||
| Djebel Chambi, 1 544 Meter | ||
| Dinar |
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In Tunesien ist der Boden sehr nährstoffarm. Deswegen ist der Anbau von Nutzpflanzen kaum möglich. Aus diesem Grund ist der Tourismus die größte Einnahmequelle für die tunesische Bevölkerung.
Aus dem Espartogras, das auf den Ebenen wächst, stellt man Papier von hoher Qualität her.
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| El-Djem mit seinem sehr beeindruckenden Amphitheater solltest Du unbedingt einen Besuch abstatten, wenn Du Urlaub mit Deinen Eltern in Tunesien machst.. Das zu Zeiten Cäsars gegründete Amphitheater wurde im 3. Jahrhundert nach Christi zu einer der blühendsten Städte Nordafrikas, die vor allem von Olivenanbau lebte. Im Jahr 238 n.Chr. wurde der Prokonsul Gordian hier zum römischen Kaiser ausgerufen: er gilt auch als Erbauer des berühmten Amphitheaters, das in seinen Ausmaßen dem römischen Kolosseum kaum nachsteht, aber vermutlich nie vollendet wurde. |
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Das Theater konnte etwa 35.000 Menschen fassen. Es mißt etwa 148 x 122 m; die eigentliche Arena ist 65 m lang und 37 m breit.
Das Amphitheater blieb bis zum Ende des 17. Jahrhunderts fast unversehrt; dann wurde es als Steinbruch für den Bau des Ortes El-Djem benutzt. Heute ist es von einem recht armseligen Ort umgeben und wirkt dadurch nur um so eindrucksvoller.
Im Frühjahr 146 vor Christus machten die Römer Karthago dem Erdboden gleich. So steht es in den Geschichtsbüchern, und kaum jemand erinnert sich an mehr, wenn von der ehemaligen Hauptstadt der Punier, einem Volk in Nordafrika, die Rede ist. Dabei geriet eine der glanzvollsten Städte der Antike (also der alten Welt) völlig zu Unrecht in Vergessenheit. Rund 800 Jahre vor unserer Zeitrechnung von den Phöniziern als Handelsstützpunkt gegründet, entwickelte sich die Stadt schnell zu einem kommerziellen Zentrum, wo Waren aus der gesamten alten Welt gehandelt wurden. Lange Zeit spielte Karthago in der Forschung eine untergeordnete Rolle. Zu gründlich waren die römischen Legionen bei ihrem Zerstörungswerk gewesen. Ruinen aus der Blütezeit der Stadt waren entweder völlig ausradiert oder später überbaut worden. Nur wenige Funde gaben Auskunft über Kleidung und Kultur, Lebensweise und Glauben der Karthager. Die karthagischen Schriftzeichen sind zwar die direkten Vorbilder der griechischen und römischen Schrift und damit des modernen Alphabets, aber nur wenige Textfetzen jener Urschrift sind erhalten. Die wichtigsten Hinweise auf Karthago und seine Bewohner waren bislang bei römischen Autoren zu finden. Allerdings erweisen sich die Texte mehr und mehr als Kriegslügen, die den Karthagern wohl in den seltensten Fällen gerecht wird. In den letzten Jahren gelang es einigen Forschern jedoch, etwas Licht in das Dunkel der Geschichte zu bringen. Professor Fethi Chelbi vom Nationalmuseum Karthago gelang es beispielweise, einige der Geheimnisse des geschickt geplanten Kriegshafens zu lüften. Die runde Militäranlage lag landeinwärts hinter dem viereckigen Becken für die Handelsschiffe verborgen. Er war mit einer Mauer umgeben und weder vom Land noch vom Wasser her einzusehen. 220 Rampen waren hier aufgereiht, von denen Kriegsschiffe in Rekordzeit herunter gelassen werden konnten. Eine Sensation gelang dem niederländischen Wissenschaftler Roald Docter. Er stieß bei seiner Suche nach der ehemaligen Stadtmauer Karthagos auf eine Art 'Industrieviertel'. Die schmutzigen und stinkenden Handwerksbetriebe mussten offenbar vor den Toren der eigentlichen Stadt bleiben. Häufige Fundstücke in den Ruinen des Außenbezirks waren Blasebalgdüsen, die erst vor kurzem bei der genauen Untersuchung im Labor ihren Zweck preisgaben. Offenbar kannten die Karthager bereits ein mehrstufiges Veredelungsverfahren für Eisen. In den Düsen fanden sich Kalkrückstände, die dazu dienten, Verunreinigungen des Eisens zu neutralisieren. Dieses Wissen ging mit dem Fall Karthagos verloren und wurde erst wieder im 18. Jahrhundert für die Stahlherstellung eingesetzt. Trotz ihres großen Wissens und ihrer überragenden Technologie waren die Karthager vor allem Seefahrer und Händler. Über mehrere Jahrhunderte beherrschten sie den Seehandel auf dem Mittelmeer und segelten sogar bis nach Westafrika, um Geschäfte zu machen und Bodenschätze abzubauen. Dabei hafteten Kapitäne und Navigatoren mit ihrem Besitz und sogar mit ihrem Leben, wenn sie ein Schiff durch Unwetter oder Piraten verloren. Einen kleinen Einblick in die raue Welt der karthagischen Seeleute erlaubt die Geschichte des punischen Navigators Mago, der als Schiffbrüchiger nach Karthago zurückkehrte. Weil sein Geld nicht ausreichte, um die Kaufleute zufrieden zu stellen, die ihm ihre Waren anvertraut hatten, wurde er als Sklave verkauft und der Erlös unter den Kaufleuten aufgeteilt.
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| Vom 12. bis 16. Jahrhundert galt Tunis als eine der größten
und reichsten Städte in Nordafrika. Paläste, Moscheen, Mausoleen, Wohnhäuser und
Märkte zeugen noch heute von einer großen Vergangenheit. Das bedeutendste Bauwerk ist
die zentral gelegene Zitouna (übersetzt: Ölbaum) Moschee. Sie wurde im 8. Jh. von
arabischen Eroberern gegründet, die Säulen der Gebetshalle stammen aus dem antiken
Karthago. Der Fastenmonat wird hier strikt eingehalten. Niemanden sieht man tagsüber essen, trinken oder rauchen, das Leben verläuft sehr verhalten, die Gassen sind leerer als sonst und geben den Blick frei auf die Medina. Im Fastenmonat spielt sich das Leben nachts ab. Sobald der Sonnenuntergang vorbei ist, kommt in den Familien ein üppiges Abendessen auf den Tisch. Danach ziehen die Menschen hinaus in die Gassen, schlendern durch den Basar und treffen sich in den Cafés rings um die Zitouna-Moschee. Heute ist die Medina die größte erhaltene Altstadt im Norden Afrikas. |
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Der Atlas ist ein Hochgebirge im Nordwesten Afrikas, das sich ungefähr 2300 Kilometer weit über die Staaten Marokko, Algerien und Tunesien erstreckt.
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Couscous (Foto) ist das tunesische Nationalgericht. Es besteht aus gedünstetem und gewürztem Grieß, der mit Gemüse und Fleisch zubereitet wird. Es gibt unzähliche Zubereitungsarten für Couscous. Weitere traditionelle Gerichte sind Breek (ein dünner, gebratener Teig, mit einem Ei, gekochtem Gemüse und Thunfisch gefüllt) und Tajine (ein langsam gekochter Eintopf mit Gemüse und Fleisch). |
Traditionellerweise essen Tunesier mit den Fingern von einem gemeinsamen Teller und benutzen Brot, um Saucen und Essen aufzunehmen. Die westliche Art, von getrennten Tellern und mit Besteck zu essen, ist jedoch ebenso üblich. In einigen traditionsbewussten Familien sitzt man zum Essen auf dem Boden um einen niedrigen Holztisch herum. Ein Gastgeber besteht im Allgemeinen darauf, dass die Gäste einen zweiten oder dritten Nachschlag nehmen. Die Höflichkeit gebietet es den Gästen, diese anzunehmen. Wenn man satt ist, zeigt man mit dem Wort "el-Hamdullah" (Gott sei Dank), dass die Mahlzeit geschmeckt hat.
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Der Sommer ist heiß und der Winter feucht und windig. Der äußerste Süden des Landes ist sehr trocken. Im Frühjahr wehen heiße Wüstenwinde aus der Sahara.
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Deutsch wird als dritte Fremdsprache nach Französisch und Englisch - an den Schulen unterrichtet und erfreut sich zunehmender Beliebtheit.
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Tunesien ist besonders bekannt für Fußball (Sieger im Afrika-Cup 2004, WM-Teilnehmer 1978, 1998, 2002 und 2006), Handball (Austragungsort der WM 2005) und die Tunesien-Rallye "El Chott"
Im Sommer findet in der Nähe von Hammamet auch immer ein Schnellboot-Rennen statt.
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Das Geld in Tunesien heißt Dinar, das Kleingeld Millimes. 1000 Millimes sind ein Dinar. Ein 30-Dinar-Schein sieht so aus:

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Die weiße Scheibe stellt die Sonne dar und enthält zwei islamische Zeichen (Islam ist eine Glaubensrichtung, der die meisten Tunesier angehören) dar: einen roten fünfzackigen Stern und einen roten türkischen Halbmond. Mit arabischen Augen betrachtet (das heißt von rechts nach links - sowie auch die arabische Schrift) soll die Form der Mondsichel Glück bringen. |
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