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| 3 534 Kilometer | |
| 8 000 m3/pro Sekunde | |
| 1 350 000 km2 | |
| Rußland, Kasachstan | |
| Jaoroslaw, Nischni Nowgorod, Kazan, Samara, Saratow, Wolgograd, Astrachan | |
| Handelsweg (Kohle, Holz, Erdöl, Salz, Getreide, Erze), Störfischerei (Kaviar), Tourismus | |
| 50 Prozent der Flußschiffahrt Rußlands | |
Viele Menschen glauben, die Donau sei der längste Fluß in Europa. Das ist aber falsch: die Wolga hält ganz eindeutig diesen Rekord.
Auf ihrem Weg von Norden nach Süden passiert die Wolga die Steppen der Tundra, die Wälder der Taiga und Wiesenlandschaften. Zudem ist sie mehrmals zu gewaltigen Seen aufgestaut, von denen Landwirtschaft, Industrie und die anliegenden Städte profitieren.
Nachdem die Wolga Moskau von Norden her umflossen hat, biegt sie erst nach Nordosten, dann nach Südosten ab und bewässert die Städte Jaroslawl, Nischni Nowgorod, Kazan, Samara, Saratow, Wolgograd und Astrachan.

Die Quelle der Wolga befindet sich in den Waldaihöhen nahe dem Dort Wolgowerchowe. Dieses liegt 128 Meter hoch, das Kaspische Meer 28 Meter unter dem Meeresspiegel, so daß der Fluß ein Gefälle von nur 156 Meter aufweist. Er ist von der Stadt Rschew an bis zu seiner Mündung schiffbar und erreicht eine hohe Wasserführung. Das begünstigt die Errichtung von Wasserkraftwerken. Die Wolga versorgt mehrere aufgestaute Seen mit Wasser. Das größte Wasserbecken ist der Samaraer Stausee bei Simbirsk und Toljatti.
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Eisbrecher sorgen dafür, daß die Wolga auch im Winter schiffbar ist. Mit der Ostsee und dem Weißen Meer ist sie durch den Wolga-Ostsee-Kanal verbunden, der 360 Kilometer lang ist, mit Moskau durch den Moskau-Wolga-Kanal (128 Kilometer) und mit dem Schwarzen Meer durch den Wolga-Don-Kanal (102 Kilometer). Dadurch erreicht man von Moskau aus über die Wolga fünf Meere und Seen, nämlich die Ostsee und das Weiße Meer im Norden, das Kaspische, Schwarze und Asowsches Meer im Süden.

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Im 10. Jahrhundert stießen schwedische und dänische Wikinger in die Wolga-Region vor und vertrieben zunächst die slawischen und finnischen Besetzer rund um Nowgorod und Moskau. Als geborene Seefahrer und Händler folgten die Waräger oder Rus genannten wikingischen Siedler dann der Wolga und dem Don bis herunter zum Schwarzen Meer. Der von ihnen aufgebaute Handelsraum bildete die Basis für die Entstehung des Fürstentums Moskau. Um das Wolga-Delta (also die Mündung der Wolga) zu kontrollieren, besetzten die Truppen von Iwan dem Schrecklichen im 16. Jahrhundert erst die bis dahin von den Tartaren beherrschten Gebiete um Kazan (im Jahr 1552) und Asachstran (1556), danach eroberten sie den Rest der Wolgamündung.
Die letzte blutig Schlacht fand im Zweiten Weltkrieg 1942/1943 bei Stalingrad, das heute Wolgograd heißt, statt. Damals besiegten die Russen die Deutschen.
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Einer der Schätze der Wolga ist der Kaviar aus den Eiern des Russischen Störs. Dieser große Fisch folgt zeitweise dem Lauf der Wolga vom Kaspischen Meer stromaufwärts, um sich dort fortzupflanzen.

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